Großeinsatz-Dienstag in Gelsenkirchen-Horst:

02.09.2026 21:47

EIN BERICHT DER FEUERWEHR GELSENKIRCHEN.
 
Kellerbrand mit Gasverpuffung und Küchenbrand fordern die Feuerwehr. Am  01.09.2026 kam es im Stadtteil Horst zu zwei komplexen Brandeinsätzen, die unseren Einsatzkräften alles abverlangten. Was um 14 Uhr als mutmaßlicher Kellerbrand begann, entwickelte sich rasch zu einem dramatischen Großeinsatz. Schon auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung sichtbar. Keller und Eingangsbereich standen beim Eintreffen in Flammen. Ein Bewohner und drei Handwerker konnten sich glücklicherweise rechtzeitig retten.
Während des Innenangriffs unter Atemschutz wurden zwei Feuerwehrkräfte verletzt. Sie wurden im Krankenhaus behandelt – den Umständen entsprechend geht es ihnen wieder gut. Auch der Hausbesitzer musste nach einer Erstversorgung ins Krankenhaus.
Später kam es an der Gasleitung im Gebäude zu einem unkontrollierten Gasaustritt mit einer Verpuffung. Da die Einsatzkräfte das Gebäude bereits verlassen hatten, gab es keine weiteren Personenschäden. Der Energieversorger musste die Straße öffnen, um das Haus komplett vom Gasnetz zu trennen.
Ein Baufachberater des THW begutachtete die Statik. Da keine strukturellen Schäden vorlagen, ist das Gebäude begehbar und wurde vom THW gesichert.
Noch während der erste Einsatz lief, schlug der nächste Alarm im selben Stadtteil auf. Gemeldet war um 17:45 Uhr ein Dachstuhlbrand, bei dem bereits dichter Rauch aus dem Wohngebäude drang.
Vor Ort lokalisierte ein Atemschutztrupp das Feuer im Erdgeschoss – hier brannte eine Küche. Während die Flammen schnell gelöscht waren gestaltete sich die Suche nach Glutnestern aufwendig. Einige Stellen in einem Anbau musste gezielt mit der Rettungssäge geöffnet und die Nachbarhäuser per Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht werden.
Beide Einsatzstellen wurden für die Ermittlungen zur Brandursache an die Polizei übergeben.
Ein riesiges Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz
Dieser Tag hat gezeigt, wie stark das Zahnrad aus Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr greift. Danke an die Wachen Altstadt, Heßler und Buer sowie an die Löschzüge 14, 17, 18 und 19 der Freiwilligen Feuerwehr. Den verletzten Kollegen wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung.
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