Quartiersspaziergang brachte Ideen für ein schöneres, grüneres Horst
13.07.2026 18:57
Welche Orte machen Horst besonders? Wo hält man sich gerne auf und welche Ecken könnten künftig noch grüner, schattiger oder schöner werden? Diesen Fragen widmete sich der Quartiersspaziergang „Horster Lieblingsplätze“, zu dem das Sanierungsmanagement Prima.Klima.Horst. am vergangenen Donnerstag (9. Juli).
Gemeinsam mit rund 25 interessierten Bürgerinnen und Bürgern ging es rund 90 Minuten lang auf eine etwa 1,5 Kilometer lange Route durchs Quartier. Startpunkt war das Quartierszentrum Horst in der Harthorststraße 6a. Im Mittelpunkt standen Anregungen, wo und wie Horst künftig schöner, grüner und klimaangepasster werden kann.
Der Spaziergang bot Gelegenheit, Horst aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Wo funktioniert das Quartier bereits gut? Welche Orte haben eine besondere Bedeutung für die Menschen vor Ort? Wo gibt es Potenziale für mehr Aufenthaltsqualität, Schatten, Begrünung oder Begegnung? Entlang der Route wurden genau diese Fragen gemeinsam besprochen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten im Rahmen des Spaziergangs eigene Eindrücke, Hinweise und Ideen ein. Dabei wurde deutlich: Lieblingsplätze sind mehr als schöne Orte. Sie zeigen, wo Menschen sich gerne aufhalten und engagieren, wo Begegnung entsteht und welche Qualitäten im Quartier bereits vorhanden sind.
Der Spaziergang zeigte, dass Klimaanpassung und Quartiersentwicklung eng mit dem Alltag der Menschen vor Ort verbunden sind. Mehr Grün, angenehmere Aufenthaltsorte, Schatten und lebendige Treffpunkte sind nicht nur fachliche Themen, sondern werden vor allem dort wichtig, wo Menschen ihr Quartier erleben und ihren Alltag verbringen.
Zu Beginn des Spaziergangs wurde anschaulich zum aktuellen Stand der Machbarkeitsstudie für den Ilse-Kibgis-Platz berichtet. „Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wird untersucht, wie der Ilse-Kibgis-Platz neugestaltet werden kann. Der Platz besitzt das Potenzial, sich zu einem grünen Treffpunkt und Lieblingsort für das Quartier zu entwickeln. Über den Fortschritt der Studie werden wir regelmäßig informieren und im Austausch bleiben“ sagt Inna Westerkamp aus der zuständigen Stabsstelle Zukunftspartnerschaft Wohnen und Strategische Stadterneuerung.
Bei der zweiten Station wurde anhand einer der zahlreichen Baumscheiben beispielhaft aufgezeigt, welches Potenzial selbst vergleichsweise kleine Elemente im Stadtraum für die Aufwertung des Quartiers und die Förderung der Aufenthaltsqualität bieten. Gleichzeitig wurden verschiedene Möglichkeiten durch GELSENDIENSTE vorgestellt, wie sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung und Pflege solcher Flächen einbringen und einen Beitrag zur Umgestaltung der eigenen Nachbarschaft leisten können.
Der Spaziergang endete an der Station, wo die Theorie bereits in die Praxis umgesetzt wurde und der Vorgartenbereich eines Ladenlokals durch eigenes Engagement nachhaltig und grüner umgestaltet wurde.
Gleichzeitig geben sie wichtige Hinweise darauf, wo der Stadtteil künftig noch schöner, grüner und klimaangepasster werden kann. Genau dieser Blick ‚aus der Perspektive der Nachbarschaft‘ ist für unsere weitere Arbeit sehr wertvoll. Denn nur im Austausch mit den Menschen vor Ort können wir verstehen, was im Quartier wirklich wichtig ist“, sagt Christian Kleinschmidt vom Sanierungsmanagement Prima.Klima.Horst.
Neben dem gemeinsamen Erkunden stand daher vor allem der direkte Austausch im Mittelpunkt. Die gesammelten Eindrücke und Anregungen fließen in die weitere Arbeit des Sanierungsmanagements ein und unterstützen den gemeinsamen Blick auf ein lebendiges, klimaangepasstes und lebenswertes Horst.
Der Quartiersspaziergang fand im Rahmen des Projekts Prima.Klima.Horst. statt. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Stadtteil durch gezielte Maßnahmen, Beratungsangebote und Beteiligungsformate klimafreundlich und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.