Verkauf der BP-Raffinerie: IGBCE fordert klare Perspektiven
19.03.2026 16:51
Mit der Vereinbarung zum Verkauf der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen ist der angekündigte Prozess auf den Weg gebracht worden. Für die Beschäftigten und die Region bedeutet das einen tiefgreifenden Einschnitt. Die IGBCE stellt klar: Entscheidend sind jetzt die Sicherung der Arbeitsplätze, der Erhalt der tariflichen Leistungen und eine verlässliche Zukunftsperspektive für die Standorte.
„Für die Beschäftigten geht es jetzt um Sicherheit und klare Perspektiven. Sie haben über Jahre und Jahrzehnte mit ihrem Know-how und ihrem Einsatz den Erfolg der Standorte getragen. Dieses Fundament darf im Zuge des Eigentümerwechsels nicht infrage gestellt werden“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Darko Manojlovic.
Der Einstieg der Klesch-Gruppe ist aus Sicht der IGBCE mit klaren Erwartungen verbunden. Der neue Eigentümer müsse die industrielle Substanz der Standorte sichern und weiterentwickeln. Dazu gehörten Investitionen in Anlagen, Effizienz und Zukunftstechnologien ebenso wie ein klares Bekenntnis zu Produktion und Beschäftigung in Gelsenkirchen. „Wir erwarten vom neuen Eigentümer ein klares Bekenntnis zu den Standorten, zu den Beschäftigten und zu den bestehenden Tarifverträgen. Tarifliche Leistungen müssen vollständig erhalten bleiben, und es braucht verlässliche Investitionszusagen für die Zukunft der Raffinerie“, sagt Thomas Steinberg, Leiter des IGBCE Bezirks Gelsenkirchen.
Die IGBCE betont die zentrale Rolle der Belegschaft: Erfahrung, Qualifikation und langjähriges Know-how sind die Grundlage für einen stabilen Betrieb im komplexen Raffinerie- und Petrochemieverbund. Tarifliche Leistungen müssen uneingeschränkt erhalten, soziale Standards gesichert und Ausbildungsperspektiven langfristig gewährleistet werden. Auch die wirtschaftliche Bedeutung der Standorte reicht weit über das Werk hinaus. Die Kaufkraft der Beschäftigten stabilisiert die Region, die Produktion ist ein zentraler Bestandteil industrieller Lieferketten in Deutschland und Europa. Diese Rolle muss auch unter neuer Eigentümerschaft erhalten bleiben.
„Die Standorte sind ein zentraler Bestandteil der industriellen Infrastruktur im Ruhrgebiet. Ihre Zukunft ist von großer Bedeutung für die gesamte Region“, so Steinberg. Die IGBCE kündigt an, den Übergang konstruktiv, aber wachsam zu begleiten. Eine starke Mitbestimmung bleibt entscheidend, um die Interessen der Beschäftigten auch in der neuen Struktur wirksam zu vertreten.
IGBCE Gelsenkirchen
Verantwortlich: Thomas Steinberg, Bezirksleiter