Geruchsgutachten beim Präventionsrat vorgestellt

17.12.2025 21:10

Oberbürgermeisterin Andrea Henze mit Hans-Georg Kouker, Virgil David Adamczuk und Klaus Ziegenhagen (rechts).
Oberbürgermeisterin Andrea Henze mit Hans-Georg Kouker, Virgil David Adamczuk und Klaus Ziegenhagen (rechts).

Der Präventionsrat Horst hat einen neuen Vorstand. Bei der Sitzung am 15. Dezember votierten die BesucherInnen einstimmig für den 57-jährigen Klaus Ziegenhagen als Vorsitzenden und Virgil David Adamczuk (24) als seinen Stellvertreter. Hans-Georg Kouker, der nicht mehr als Vorsitzender kandidierte, wird den neuen Vorstand „einarbeiten“.

Zu den Gästen an diesem Abend gehörte auch Oberbürgermeisterin Andrea Henze, die selbst in Horst lebt.

Nach Beschwerden über dauerhaft abgestellte Fahrzeuge an der Grabbe-/Börnestraße und Unrat an Parkstreifen (beispielsweise an der Bottroper Straße) standen die Geruchsbelästigungen durch Holzkohlegrills in Döner-Restaurant auf der Tagesordnung.

Physikingenieur Frank Müller von der auch in Horst ansässigen Müller-BBM AG stellte das von seinem Arbeitgeber im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen erstellte Gutachten vor.

Er erklärte, dass man Geruchsbelästigungen nicht messen, sondern nur „erschnüffeln“ könne. Man habe ein 3-D-Modell des betroffenen Gebietes erstellt aber auch Windmessungen und Messungen direkt in den drei Döner-Betrieben vorgenommen, die allesamt konstruktiv mitgewirkt hätten.

Die Stärke der beklagten Geruchsbelästigungen sei, so Müller, nicht ausschlaggebend, sehr wohl jedoch die Zeitdauer. Zehn Prozent der Jahresstunden seien demnach hinnehmbar. In dem Gutachten wurden Überschreitungen festgestellt. Um diesen abzuhelfen könnten sehr teure Abluftreinigungsanlagen eingebaut werden. Müller: „Aber die bringen vielleicht auch nur wenig“. Stattdessen empfahl er, die jeweils vorhandenen Anlagen stets sauber zu halten und die Nutzungszeiten der Holzkohlegrills zu verkürzen. Man werde sich nun mit den Betreibern der Restaurants in Verbindung setzen und eruieren, wie man auf freiwilliger Basis dem Problem her werden könne. Die Vertreter der Stadt Gelsenkirchen erklärten, wann es nicht zu einer Einigung käme, würde man auch Zwangsmaßnahmen verhängen.
Frank Müller: „Ich gebe zu bedenken, dass man in einem Innenstadtbereich wohnt und es dort auch Gerüche geben könne. Beschwere man sich heute über Holzkohlegrills könnten es morgen auch Frittenbuden, Grills und Pizzerien sein“.

 

Zum Bild von der Karte: Das ist die beim Präventionsrat von der Ingenieurgesellschaft Müller-BBM AG präsentierte „Geruchskarte“. Die kleinen roten Punkte zeigen die Standorte der Döner-Restaurants. Die dunkel-lila eingefärbten Bereiche sind die von Gerüchen belastet, die länger als zehn Prozent der Jahresstundenzahl merkbar sein können.

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