Präventionsrat Horst sucht neuen Vorstand
14.08.2025 13:03
Hans-Georg Kouker ist nach einem Herzinfarkt auf ärztlichen Rat von seinem Amt als Vorsitzender des Präventionsrates Horst zurückgetreten. Gleichfalls hat der 2. Vorsitzende, Wolf Hoffmann, die „Flinte ins Korn geworfen“.
Hoffmann machte bei der Sitzung im Saal von St. Hippolytus aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Meine Zeit ist mir zu kostbar, als sie in den Präventionsrat Horst zu investieren. Wir haben kaum eine Verbesserung erreicht, sondern sind bei den städtischen Dienststellen, bei Polizei und KOD, oft auf taube Ohren gestoßen“.
Diese Kritik wollte Kouker in dieser Schärfe nicht teilen. „Der Präventionsrat sei wichtig für Horst. Die Menschen kommen hier zusammen und berichten von ihren Sorgen, denen wir uns gerne annehmen“.
Der Verein „Zukunft Horst“ lobte ebenso wie Bezirksbürgermeister Joachim Gill das Engagement des Vorsitzenden. Auf der Internetseite des Vereins heißt es: „Hans-Georg Kouker hat mit großem Engagement, Ideenreichtum und unermüdlichem Einsatz die Arbeit des Präventionsrates geprägt und entscheidend dazu beigetragen, das Leben in unserem Stadtteil sicherer, ordentlicher und vernetzter zu gestalten. Wir danken Herrn Kouker herzlich für seinen Einsatz und seine wertvollen Impulse.“
Gill bedankte sich im Namen des Mitstreiters Frank Tiemann mit einem großen Blumenstrauß für den Einsatz von Hans-Georg Kouker.
Bei der Sitzung selbst ging es vor allem um die Markenstraße, um „herumlungernde“ Menschengruppen, Dealer und andere Unerfreulichkeiten, die den Aufenthalt dort zu keinem Vergnügen machen. Auf die Frage, wer denn bereit sei, an einer Lösung dieses Problem zu arbeiten, meldete sich Katharina Küsgen (Diakonie, Quartiersmanagement Horst). HG Kouker wird ebenfalls dabei sein.
Nicht ausgestanden zu sein, scheint auch der „Dauerbrenner“ Treffpunkt an der Trinkhalle Industriestraße zu sein. Ein Anwohner beschwerte sich über Ruhestörungen mitten in der Nacht. Polizei und KOD sahen nur wenige Möglichkeiten, dem dauerhaft entgegenzutreten.
Die Beschwerdeführer wegen der Geruchsbelästigungen durch Holzkohlegrills können sich indes freuen. Es wurde mitgeteilt, dass laut des in Auftrag gegeben Gutachtens die Beschwerden berechtigt zu sein scheinen. Auf Einzelheiten wollte man jedoch noch nicht eingehen, da noch eine redaktionelle Bearbeitung des Gutachtens notwendig sei.
Wer sich vorstellen kann, im Vorstand des Präventionsrates Horst mitzuarbeiten und gemeinsam mit vielen aktiven Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Entwicklung des Stadtteils nachhaltig zu fördern, kann dafür die Mailadressen citymanager@zukunfthorst.de oder hgkouker@mail.de nutzen.